Wegwerfprodukte aus Plastik oben, darunter Text: "Upcoming: Plastikfreier Juli"

plastic Free July® ist eine Non-Profit-Organisation aus Australien, die seit 2011 auf eine Vision einer plastikfreien Welt hinarbeitet. Jedes Jahr im Juli wird aufgerufen, seinen eigenen Plastik-Konsum zu überdenken und erste Schritte zu setzen, Produkte aus synthetischen Kunststoffen zu reduzieren.

Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt

Die Gründerin, Rebecca Prince-Ruiz, arbeitet mit der mittlerweile globalen Bewegung mit kleinen Schritten daran, die Verschmutzung der Umwelt mit Plastikmüll zu reduzieren – und hat damit großen Erfolg. Synthetische, auf Erdöl basierende Kunststoffe spielen in unserem täglichen Leben eine so große Rolle, dass es eins fast mutlos werden lässt, bei der Vorstellung Plastik von heute auf morgen komplett zu verbannen. Aber: je weniger desto mehr. Deshalb finden sich auf den Seiten von Plastic Free July® konkrete Vorschläge für einzelne Produkte, die sich relativ einfach mit plastikfreien Alternativen ersetzen lassen. Ist der erste Schritt einmal gesetzt, ist der nächste nicht mehr weit und der Nachdenk- und Umdenkprozess ist bereits in vollem Gange.

Plastikfreies Business

Dies lässt sich natürlich nicht nur im Privat- sondern auch im Geschäftsleben implementieren. In den Entwicklungsprozessen von pauakids haben wir von Anfang an darauf geachtet, möglichst nachhaltig und ressourcenschonend zu agieren. Synthetische Kunststoffe, die auf Erdöl basieren, vermeiden wir, wo es geht. Auch in Zukunft werden wir dies selbstverständlich mit Adleraugen weiterverfolgen. Gerade in Bezug auf die Stoffauswahl, sind wir aber auch auf innovative, neue Entwicklungen aus der Modeindustrie angewiesen. Den perfekten, nachhaltigen Stoff gibt es leider (noch) nicht. 

Welche Schritte haben wir gesetzt?

Stoff-Auswahl

Unser Lieblingsstoff ist, wie im Link näher beschrieben, ein Jersey aus TENCEL™ Modalfasern. Der Jersey enthält, aus Gründen der Elastizität und Dehnbarkeit, eine Beimischung von 5% Elasthan. Derzeit gibt es keine Faser natürlichen Ursprungs, die vergleichbare Eigenschaften mitbringen würde, wie diese synthetische Faser. Wir achten aber darauf, dass unsere Stoffe nicht mehr wie 5% bis maximal 8% Elasthan-Beimischung enthalten.

Knöpfe

Bei unserer ersten Kollektion kommen zwei verschiedene Knöpfe zum Einsatz – beide plastikfrei. Für Body und Shirt verwenden wir nickelfreie Metalldruckknöpfe aus deutscher Produktion, zwecks einfachem Schließen und Öffnen. Kleid und Hose sind mit Kokosnussknöpfen ausgestattet. Jeder Knopf ein kleines Unikat. 😉 

Einzelverpackung

Damit die Kleidungsstücke beim Transport sauber und möglichst staubfrei bleiben, bedarf es einer Einzelverpackung. Nach sorgfältiger Recherche haben wir uns für Beutel aus überwiegend recycelter Folie entschieden, die selbst wieder zu 100% recyclebar sind. Sie können wiederverwendet werden oder einfach und fachgerecht über den gelben Sack entsorgt und dem Recycling wieder zugeführt werden. 

Versandkarton und Sticker

Beim Versandkarton haben wir uns ebenfalls für eine sehr ressourcenschonende Variante entschieden. Dieser besteht zu 35% aus Graspapier und zu 65% aus Altpapier. Unter folgendem Link findest du weitere Infos zu unserem Graspapier-Karton. In diesem Blogartikel beschreiben wir auch, wie du aus unserem Versandkarton für deine Kinder ein pauakids-Figurentheater basteln kannst. Die Sticker dafür sind plastikfrei und mit umweltschonendem Druckverfahren hergestellt. 

Klebeband und Etikett

Zugeklebt wird unser Versandkarton mit Papierklebeband frei von Silikonen und ohne Casein. In Sachen Versand-Etikett versuchen wir uns an Graspapier-Adressaufkleber. Die ersten Drucktests sind schon bestanden. Wir hoffen, es bewährt sich auch auf lange Sicht.

Drucksorten

Bei unseren Drucksorten achten wir darauf, Recyclingpapier heran zu ziehen und nach Möglichkeit Druckfarben auf Pflanzenölbasis dafür zu verwenden. Wir lassen diese ausschließlich bei ökologisch ausgerichteten Partnerbetrieben produzieren. 

Beim gesamten Prozess haben wir stets im Blick, möglichst ökologisch und nachhaltig zu produzieren, dies auch beständig zu evaluieren und wenn notwendig anzupassen. 

In diesem Sinne herrscht bei uns eigentlich das ganze Jahr über Plastikfreier Juli. Sowohl auf beruflicher als auch privater Ebene wird bei notwendigen Neuanschaffungen erst einmal geschaut, ob und welche ökologische Alternative es gibt und alles gründlich abgewogen. 

Den perfekten nachhaltigen Weg gibt es nicht, aber so können wir Schritt für Schritt gemeinsam auf eine nachhaltigere Zukunft zusteuern. 

Welche Schritte habt ihr in eurem Alltag schon gesetzt um Plastik zu reduzieren oder zu einem nachhaltigeren Lebensstil zu kommen? Welche ökologischen Themen beschäftigen euch am meisten?

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